Bibellesen

brot
Ißt man denn ungesalzene Speise? Wer hat Geschmack an fadem Schleim? Ich sträube mich, daran zu rühren, das alles ist mir wie verdorbenes Brot. (Hiob 6,6-7 nach der Einheitsübersetzung)

Als ich diese Stelle las musste ich daran danken, wie oft mir vor meiner geistlichen Nahrung genauso ekelte wie Hiob vor seinem Essen. Wahrscheinlich ging es mir die meiste Zeit in meinem Christsein so, dass mir die Bibel genauso widerwärtig war wie verdorbenes Brot. NatĂĽrlich hätte ich das nie so ausgedrĂĽckt, aber so verhalten habe ich mich allemal. Ich frage mich manchmal, wie vielen bibelgläubigen Christen es eigentlich so geht, dass sie das lebendige Wort doch nur im Gottesdienst zu sich nehmen und sonst eher nicht in der Bibel lesen? „Bibellesen“ weiterlesen

Nachjagen – Hebräer 12,14

nachjagenJagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird (Hebräer 12,14 nach der Elberfelder)

„Jagen“ ist ein sehr aktives Wort. Es bedeutet, sich schnell hinter etwas herzubewegen, etwas motiviert hinterher zu laufen. Es ist schon bemerkenswert, dass der Schreiber des Hebräerbriefes uns ermahnt, etwas hinterherzulaufen, was wir eigentlich doch schon haben! Wir sind doch bereits heilig in Christus und haben Frieden, oder nicht?
Ich glaube, dass beides stimmt. Wir können etwas haben, das wir nicht besitzen. Wir können Frieden haben ohne freidlich zu sein; können die Gerechtigkeit sein, die vor Gott gilt (2.Korinther 5,21) ohne Heiligkeit in unserem Leben widerzuspiegeln. „Nachjagen – Hebräer 12,14“ weiterlesen

Jesus vs. Dorian Gray

ikoneVor ein paar Jahren waren Alex und ich in Düsseldorf. Wir haben bei Zweitausendeins eine Gesamtausgabe der Werke Oscar Wildes erstanden, der zufällig an diesem Tag Geburtstag gehabt hätte, und setzten uns nach einem ausgiebigen Spaziergang in ein Restaurant mit Strassentischen in der Schneider Wibbel Gasse. Wir haben da gesessen, gegessen, Kaffee getrunken und Wilde gelesen bis es zu kalt wurde. Ein schöner Tag, an dem ich “Lord Arthur Saviles Verbrechen” gelesen habe.
Das ist meine eindrucksvollste Begegnung mit Wilde gewesen. Nachher gab es noch viele andere: Ein Hörspiel über seinen Prozess, das ich auf dem Weg zu einer Predigt im Hessischen Rundfunk gehört habe; zwei seiner Märchen, die Alex in einem Weihnachtsgottesdienst vorgelesen hat; ein genialer Film über ihn mit Stephen Frye ( ich hoffe, er schreibt sich so ) in der Hauptrolle; weitere Bücher.
Ein absolut brillianter Schriftsteller. „Jesus vs. Dorian Gray“ weiterlesen

Komm nicht um!

Manchmal fragt man sich ja schon: “Wann kommt ein geistlicher Durchbruch?” (Ich übersetze: Wann tut Gott endlich seinen Job, giesst Seinen Geist aus und schenkt Erweckung?). Tja, immer wenn es mir mal so geht, bekomme ich dieselbe Antwort:
Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. (Hosea 4,6 nach der Elberfelder) Es geht nicht darum, dass Gott noch irgendetwas machen müsste oder uns etwas vorenthielte. Es geht darum zu verstehen und zu leben, was wir schon haben. Ich habe neulich schon mal darüber geschrieben, aber es ist ein wichtiges Thema, das Wiederholung verträgt.
Gott hat Seinen Teil schon getan: Jesus ist gestorben, der Geist ausgegossen, die Bibel geschrieben. Das, was fehlt ist, dass wir erkennen und verstehen, wer wir in Jesus sind und was Jesus fĂĽr uns getan hat. Das Problem ist nicht Gott, wir sind das Problem. „Komm nicht um!“ weiterlesen

Die Lampe zum Brennen bringen

Als 1879 die erste Glühbirne 40 Stunden lang leuchtete, hatte ihr Erfinder, Thomas Alva Edison, schon einiges hinter sich. Um eine leistungsfähige Glühbirne zu bauen, waren mehr als 1000 Versuche nötig gewesen. Auf die Frage, wie er mit diesen 1000 Fehlschlägen klargekommen wäre, antwortete Edison: „Wieso Fehlschläge? Ich habe 1000 Arten entdeckt, wie die Glühbirne nicht funktioniert.“
Die Geschichte von Edison zeigt mir etwas ĂĽber Vision und den unbedingten Willen, sie umzusetzen. „Die Lampe zum Brennen bringen“ weiterlesen

Finanzen – lass Dich nicht besitzen!

geldIch habe nie gerne ĂĽber Finanzen gepredigt. Eigentlich komisch, denn es ist ein wichtiges Thema das uns alle etwas angeht, jeden interessiert und zudem noch in der Bibel gross angelegt ist. Trotzdem hatte ich immer eine gewisse Scheu es anzusprechen.
Das ist auch nicht erst so seit ich predige, es war schon frĂĽher immer etwas heikel fĂĽr mich. Ich war ein paar Jahre lang selbständig als Webdesigner und konnte auch ganz gut davon leben. Aber im Umgang mit Kunden hatte ich immer etwas Schwierigkeiten, ganz besonders wenn die Frage nach dem Preis kam. Klar, dass das jeden Kunden interessiert, aber ich hatte echt MĂĽhe damit Preisverhandlungen zu fĂĽhren. Manchmal habe ich sogar gesagt: „was ist es ihnen denn wert eine Website zu haben?“ – was natĂĽrlich eine kreuzdumme Frage fĂĽr einen Geschäftsmann ist… „Finanzen – lass Dich nicht besitzen!“ weiterlesen